Sonntag, 31. März 2013

Nordwalder Hühner legen bunte Ostereier ( Lokalzeit Geschichten )









Das muss ein vorgezogener Aprilscherz sein, möchte man meinen. Ist es aber nicht. Fest steht, Kerstin A. und ihr Lebensgefährte Ludwig B. brauchten für Ostern keine Eier zu färben. Die 200 Hühner auf ihrem Hof in Nordwalde liefern sie ihnen von Natur aus bereits in den schönsten Farben. Die beiden Hobby-Züchter halten ausschließlich vom Aussterben bedrohte Arten. Und die legen Eier ins Nest von olivgrün bis türkis.


Ein Frohes Osterfest ( von Lokalino )

Ein Schönes und Gesundes Osterfest wünsche ich Euch 

Samstag, 30. März 2013

Was Musik für uns bedeueten kann



Hallo ihr Lieben!

Ich glaube jeder Mensch mag Musik – auf jeden Fall ein Großteil der Menschheit. Und das schon seit Urzeiten. Sie ist unterhaltsam, abwechslungsreich, gefühlsvoll und noch vieles mehr.
Aber für jeden Menschen hat sie einen eigenen Wert. Für Musiker bedeutet sie das ganze Leben.
Für normale Leute, kann sie einfach nur eine nette Hintergrundmusik sein.

Trotzdem glaube ich, dass jeder Mensch „seine“ Musik findet und sich im Laufe der Jahre sozusagen einen eigenen Soundtrack des Lebens zusammenstellt.

"Keep listening to music, cause it gets you through everything, I promise."
-          Mitch LuckerHiHh

Musik kann wichtig für uns sein. Sie kann unsere Gefühle beeinflussen, ohne dass wir es selbst bemerken. Durch Musik treffen wir neue Leute, schließen Freundschaften. Wir lernen auch von ihr.
Mir persönlich ist Musik sehr, sehr wichtig. Ich könnte mir ein Leben ohne sie gar nicht vorstellen. Okay, ich bin auch ein kleiner Musik-addict, aber ich finde auch, dass Musik viel über einen Menschen aussagen kann.

Wenn ich zum Beispiel jemanden treffe, der Asking Alexandria, Black Veil Brides, Skillet, Dead by April und noch mehr von amerikanischen Bands hört die ich kenne oder mag, stehen die Chancen, dass ich mich mit dieser Person verstehe ziemlich gut. Die Sache ist die, dass diese Bands zum Beispiel sehr viele Themen wie zum Beispiel Außenseiterdasein als Themen für ihre Songs haben.
Treffe ich jemanden, dessen Lieblingsband One Direction ist oder der Justin Bieber mag sind die Chancen, dass ich mich mit dieser Person anfreunde 20:80. 80 für Nein, 20 für Ja.
Okay, Vorurteile wegen Musikgeschmack sind blöd, geb‘  ich ja zu. Aber ich hab eine Freundin, die Justin Bieber mag und ich hab sie trotzdem lieb, obwohl ich den Kerl einfach nicht leiden kann.

Ich bin außerdem immer auf der Suche nach Songs, die mich genau beschreiben. Ich bin meinem Ziel da schon sehr nahe, aber meist sind dann da doch noch ein paar Sätze, die einfach nichts ins Gesamtbild passen. Kennt vermutlich auch fast jeder da draußen.

Zum weiteren dient mir Musik auch immer als gute Inspiration wenn ich Fanfictions schreibe. Das ist auch der Grund, warum man auf meinem iPod auch den Soundtrack von Legend of Zelda und dem ersten und dem dritten Herr der Ringe Film findet. Außerdem lässt sich das auch recht gut beim Einschlafen hören.

Zum Abschluss habe ich noch eine kurze Frage.
Wie viele Songs befinden sich auf eurem Handy/iPod/MP3-Player??
Solche Fragen finde ich immer echt spannend, weil sie halt viel über Menschen aussagen.
Und welches Genre hört ihr so am liebsten?
Ich würde mich sehr über antworten freuen. :)

"Never underestimate a girl’s love for her favorite band. Never think even for a minute, that she won’t defend them to her death. Because it’s not just the music that makes that band her favorite. It’s the guys, the gals. It’s the fans. People whom of which she has interacted with thanks to the band. That band might of saved her life, or just made her smile everyday. That band has never broke her heart and has yet to leave her. No wonder she finds such joy in her music."
Alex Gaskarth - All Time Low
                                                                 

Liebe Grüße und frohe Ostern!
Eure Maya

Kann man die Zeit kontrollieren? Teil 1

Pünktlich zur Zeitumstellung  (+ 1 Stunde) eine neue Kolumne über etwas, was man nicht sehen aber fühlen kann- die Zeit.
 
Manchmal haben wir alle das Gefühl, nie zur Ruhe zu kommen. Stunden, Tage und manchmal sogar mehrere Wochen, rauschen an uns vorbei, und wir wissen nicht, wohin die Zeit verschwunden ist.

Zeit ist unsichtbar und trotzdem da. Zeit ist Luxus. Zeit ist ein Geschenk. Zeit lässt sich nicht einkochen und bei Bedarf öffnen. Zeit hat man oder eben nicht.

Genau darum geht es mir in dieser mehrteiligen Kolumne.
Ich will, dass sie mehr Zeit haben- für sich, für den Partner, für die Familie, für neue kreative Projekte, zum Träumen.

Verlieren wir keine Zeit, und fangen an:

In unserem neuen Beruf, “Zeitmanager” zu sein, geht es vor allem darum, mehr Zeit zu gewinnen- das ist unser Erlös.
Dinge, die uns Zeit rauben, werden ausgeschaltet oder auf ein Minimum reduziert.
Soviel zur Theorie- üben wir uns in der Praxis!

N#1
Wer sich persönlich nicht zur Sorte “Putzfee” zählt, und das Aufräumen einem zuwider ist, dem kann geholfen werden, wenn versucht wird, jeden Tag eine Kleinigkeit im Haushalt zu machen.
Beispiel 1:  Spülen Sie ihren Aufwasch sofort weg, dann sammeln sich nicht ein Haufen butterverschmierte Frühstücksmesser und Tassen mit verschimmelten Teebeuteln an. Nach dem Spülen, lassen Sie ihn einfach lufttrocknen- so sparen sie sich das abtrocknen.
Beispiel 2: Halten sie den Boden frei, dann ist nur noch halb soviel Unordnung! Sobald Sie etwas auf dem Fußboden abstellen, und im normalen Alltag ausweichen müssen beim laufen, ist es an der Zeit diesen Störfaktor wegzuräumen.
N#2
In einer durch Medien heraufbeschworenen Multitasking- Welt, zählt vieles gleichzeitig zu tun. Vergessen Sie das! Eines nach den anderen zu erledigen, ist die Devise!
Vorteil: Sie konzentrieren sich auf eine Sache, dabei passieren weniger Faselfehler. Sie sparen Energie, sind schneller fertig und behalten den Überblick.
N#3
Wer arbeitet, braucht auch Pausen. Oder wollen sie an einem Herzinfarkt oder Bourn Out draufgehen?
Jeder kennt sich selbst am besten, was ihm neue Energie gibt. Das kann eine Zwischenmahlzeit sein, die Augen kurz schließen oder etwas Bewegung. Pausen bedeutet seinen eigenen Energiespender aufzufüllen. Man gewinnt Kraft und neue Konzentration- und damit auch Zeit.
N#4
Mein persönlicher Lieblingspunkt: Seien Sie mal nicht erreichbar! Ernsthaft jetzt.
Mit dem Handy oder via Mail ständig in Dauerbereitschaft zu sein, setzt Spannung in uns frei und die machen uns mürbe. Was wollen die Leute denn meistens von uns?
Es sind häufig Dinge, die wirklich noch Zeit haben. Das ist eine künstlich heraufbeschworene Wichtigtuerei, zelebriert und verbreitet durch Werbung. Sie sind nicht weniger wichtig, wenn Sie lernen diese Multimediageräte auch mal außen vor zu lassen, um Zeit für wichtigere Dinge zu haben und auch zu nutzen. Ihre Familie, ihr Kind, ihr Partner und ihr eigenes Herz, wird es Ihnen danken!
N#5
Zugegeben, bei mir sind es die Autoschlüssel, die ich ständig suche. Was ist es bei Ihnen?
Wir verschwenden so dermaßen viel Zeit mit dem Suchen, dabei könnte das ganz einfach vermieden werden, wenn die Dinge einen festen Platz hätten und dort auch wieder hingelegt werden.
Moment…. wo ist denn meine Brille? … Ach da, auf meiner Nase!

Kann man die Zeit kontrollieren? Teil 2

N#6
“Was du heute kannst besorgen, verschiebe auf über- über- über Morgen!” Unangenehme Dinge, wie ein Zahnarztbesuch, oder Schriftkram, schieben wir gern vor uns her. “Ist ja noch Zeit!”, sagen wir uns dann. Der Termin rückt näher und wir bekommen Panikanfälle. “Nun aber schnell!”
Je früher wir beginnen, das Unangenehme aufzuarbeiten, desto mehr Zeit bleibt im Nachhinein.
Zeit wird nicht mehr verschenkt mit unnötigen Überlegungen, bis wann etwas erledigt werden könnte. Machen Sie es einfach- Fertig!
N#7
Der Mensch besitzt eine Energiekurve. Zwischen 9  und 12 Uhr, ist die Konzentration am besten. Anspruchsvolle Aufgaben sollten in dieser Zeit erledigt werden. In der Mittagszeit werden wir träge, weil unser Magen mit dem Verdauen vom Mittagessen beschäftigt ist und wir uns insgeheim nach einem Nickerchen sehnen. Ab Nachmittag geht unsere Energiekurve wieder hoch, erreicht aber nicht wieder den Höchststand wie Vormittags. Und ebbt dann ganz langsam bis 22 Uhr wieder ab. So zumindest sagt es die Statistik. Wer seine eigene Energiekurve kennt, kann seinen Tag darauf organisieren und gewinnt so Zeit.
N#8
Ich finde, jeder ist sein eigener Außendienstfahrer. Da Parkgebühren und Tickets bei Bus und Bahn immer teurer werden, lege ich mir immer mehrere Termine in einem Ort, auf einen bestimmten Tag und arbeite sie ab. Das spart Geld und Mehraufwand und meine Nerven. Vielleicht bringt es Ihnen auch was. Probieren Sie es!
N#9
Soziale Netzwerke zu bilden ist nur effektiv, wenn sie im realen Leben umsetzbar sind. Getreu dem Motto: “Die eine Hand, wäscht die Andere!” Sie passen auf das Kind ihrer Nachbarin auf- sie hütet dafür die Katze, wenn Sie im Urlaub sind. Ihre Freundin hat kein Auto? - Bilden sie Einkaufgemeinschaften und lassen Sie sich als Dankeschön von ihr bekochen. So müssen Sie wenigstens an einem Tag in der Woche nicht selbst am Herd stehen, und sind in netter Gesellschaft.
Beispiele, gibt es unzählige und sie sparen Zeit.
N#10
Tun Sie Dinge so Gut wie möglich aber nur so Gut wie nötig!
Ich sehe ihr  “HÄH?” auf der Stirn. Die Anforderungen an einer gewissen Sache/ Projekt müssen  gewährleistet sein, also nicht ‘schlampern’! Bei dem, was Sie tun, sollten Sie allerdings nicht über das Ziel hinaus schießen!
Beispiel: Sie waschen ihre Wäsche. Das ist ein Muss. Die Wäsche ist sauber. Manche Teile sehen besser aus, wenn sie gebügelt sind- bei anderen, wie Boxershorts, Geschirrtücher oder Socken, …etc, ist das total egal. Das sieht keiner außer Ihnen! Also warum Zeit damit verschwenden?
(Mit dem Punkt 10 ist ‘Kleinscheiß gemeint, der keine Folgen nach sich zieht. Bei anspruchsvollen Sachen, wie ein Hausausbau oder ihr eigener Beruf, Kindererziehung oder die Behandlung ihrer eigenen Gesundheit, ist immer voller Einsatz und damit auch Perfektion gefragt, gefordert und damit auch nötig!)

Kann man die Zeit kontrollieren? Teil 3


N#11
Ausmisten. Dieses Wort werfe ich ihnen vor die Füße. Entrümpeln Sie ihr Leben, eines nach dem anderen!
Trennen Sie sich von ‘Freunden’, die ihnen nicht gut tun, löschen alte Handynummern. Klamotten, mit denen man sich selbst nicht wohl fühlt und Fehlkäufe- spenden, verkaufen, tauschen.
Ordnungsprinzip schaffen. Das befreit, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Frühjahrsputz ist die beste Gelegenheit, um diesen Punkt in die Tat umzusetzen.
N#12
Machen Sie Feierabend- nicht nur körperlich, sondern auch im Kopf. Daheim ist Daheim und berufliche Probleme sind Morgen auch noch da. Ihre Sinne brauchen Entspannung, um sich wieder neu zu Schärfen. Eine Lösung wird auf diese Art, möglicherweise auch schneller gefunden, weil ihr Geist ausgeruht ist.
N#13
Nein.
Wir üben es nochmal: “Nein!”
Weil es so schön war: “Danke aber Nein Danke!”
War doch gar nicht so schwer, oder?
Wer sich zuviel aufbürdet, bekommt andere Aufgaben (meist seine eigenen), nicht mehr gebacken. Soll heißen: Lassen Sie sich nicht emotional erpressen, wenn Sie zu gewissen Unternehmungen oder  Erledigungen keine Lust und auch keine Zeit haben. Sie sind ein netter Mensch. Sie sind nicht weniger nett, wenn Sie auch mal für sich selbst Partei ergreifen. Wer würde es denn sonst tun, wenn nicht Sie selbst?
N#14
Ähnlich wie Punkt 11 aber anders. Misten sie die Stellen aus, die nicht zu ihrem täglichen Leben gehören, wie Keller und Dachboden.

So das war mein Beitrag zu Zeitmanagment.
Ich hoffe, dass es Ihnen weitergeholfen hat und wünsche Ihnen viel Spaß beim Umsetzen,

Herzlichst, Ihre Pia Kalm

Oh Freude, Oh Freude

Der Abschied war von kurzer Dauer- Pia Kalm bleibt euch als Gastbloggerin auf Lokalzeit- Junkie erhalten. Ich hoffe, ihr freut euch mit mir.
Viel Spaß beim Lesen, Ihre Pia Kalm.

Gerd Krebber unterwegs - Lauschige Plätzchen in der Flora ( Lokalzeit Köln )











Zu dieser Jahreszeit wollen wir eigentlich zu Ostern raus in den Frühling, aber wo isser denn? Gerd Krebber lädt sie ein in die Flora, dem Winter zum Trotz. Denn er kennt die lauschigen und warmen Orte im Garten: die Gewächshäuser. Die Geschichte der Flora und des Botanischen Gartens beginnt aber mitten in der City, am Hauptbahnhof.      




Tattoos - Meine Art mich auszudrücken

Ja, das ist es!

Das Bildchen das nun meine Schulter verschönert!

Freitag, 29. März 2013

Osterkränzchen-

Hey ihr lieben,

wundert euch nicht ich Miss Muffin bin heute Gastbloggerin hier bei Lokalzeit-Junkie
. Hier der link zu meinem Blog http://missmuffinssecrets.blogspot.de/
Gefunden hab ich es in der Zeitschrift Sweet Dreams, hier kommt man zu
meiner Artikel über die Zeitschrift..sweet-dreams-februarmarzapril

              Heute mal ein passendes zu den Ostertagen ein Osterrezept:

 Zutaten:                                                                       Dauer: ca. 2 Stunden

  300g Mehl                                                                  Vorbereitungszeit: 45min.
 75 g Puderzucker
100ml Milch
 2 Eigelb
75ml Öl
1/2 Pck. Backpulver
1 Prise Salz
1 EL Vanillezucker
150g Speisequark


                             Zubereitung:
Mehl, Backpulver und Salz mischen und in eine Schüssel sieben. Puder-sowie Vannilezucker
untermengen. Quark, 75ml Milch sowie Öl zugeben und alles rasch zu einem glatten Teig verkneten.
Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und ca.60min. in den Kühlschrank legen.
 Teig in 20 Portionen teilen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche jeweils zu einer ca. 22cm
langen Strang formen. Backofen auf 200°C (Umluft 180 Grad)vorheizen. Je 2 Strängen wie
eine Kordel um einanderschlingen und zu einem kleinen Kranz formen, die Enden
dabei gut aneinanderdrücken.


Auf mit Backpapier belegte Bleche setzen. Eigelb mit
 1-2 EL Milch verrühren und die Kränzchen damit bestreichen. Im Backofen
  20-25 min. backen. Herausnehmen und abkühlen lassen.
besonders hübsch sehen die Kränzchen aus wenn man sie noch mit etwas Puderzucker bestreut.

                               Für die gerne Pudding mögen und oder noch etwas im Haus haben,
                              könnte sich die Puddingvariation eignen. Hierzu wird einfach Pudding
                             in ein Loch gefüllt und abgekühlt
                           Für mich sehe mein Ostertisch ungefähr so aus...
                          incl. Lieblings-Frühlingsaft: Mango.....
                  
                       Auch ganz niedlich finde ich die Kränze als Eierbecher...
                                                 Eure Miss Muffin

Donnerstag, 28. März 2013

237 - Leseprobe für Euch!


PROLOG

 

Leichter Nebel hatte sich in der Dusche gebildet und hinterließ einen Schleier auf den Fliesen.
Sie spürte eine Hand, seine Hand, wie sie von ihren Hüften, über ihren Rücken bis zu ihrer Schulter streifte. Ihr Herz machte einen Aussetzer, um dann anzufangen, wie wild zu rasen.
Er drehte sie mit einem Ruck herum. Einen Moment sah er sie nur an und sie starrte zurück, ohne zu wissen was sie fühlen oder denken sollte.
Der Duft seiner Haut stieg ihr in die Nase und ließ ihre Haut prickeln. Sie taumelte etwas zurück und stieß mit dem nackten Rücken gegen die kalten Fliesen.
Das Wasser floss über seinen Körper, der inzwischen ebenso gerötet war wie der ihre.
Wasserperlen verfingen sich in seinem Bart.
Sie hatte vergessen zu atmen, und ihre Knie wurden weich. Er schien eine Sekunde lang zu überlegen.
Dann packte er ihren Hals und zog sie zu sich, sein Kuss raubte ihr den letzten Sauerstoff und sie wäre umgefallen, hätte er nicht ihre Hüften umfasst.


1. Begegnung


Wie in einem Traum sah Morgan sich durch den Flur in Richtung Schlafzimmer gehen. Die seltsamen Geräusche hatten sie sogar davon abgehalten, die dreckigen Schuhe auszuziehen. Sie hatte ihren Herzschlag kaum noch wahrgenommen, als sie die Tür öffnete und die perfekten Silikonbrüste anstarrte, die ihr Verlobter in den Händen hielt.
Morgan fluchte lauthals, beim Aufziehen einer Spritze schnitt sie sich an der Kanüle. Das hatte ihr jetzt gerade noch gefehlt. Einen weiteren Fluch unterdrückend, desinfizierte sie die kleine Wunde und klebte sich ein Pflaster darüber. Wie es schien, war das Glück im Moment nicht auf ihrer Seite. Drei Wochen war es her, drei verfluchte Wochen, in denen sie an kaum etwas anderes hatte denken können, außer an diese Szene.
Zwei Jahre meines Lebens habe ich an diesen Kerl verschwendet.
Ken und sie lernten sich kennen, nachdem sie ihr Studium abgebrochen hatte.
Gut aussehend, guter Job, kam toll mit ihrer Mutter aus…
Eigentlich hätte ich schon da merken müssen, dass er ein Arsch ist. Welcher normale Mensch kommt schon mit meiner Mutter zurecht?
Sie stöhnte und versuchte sich nicht noch weiter zu quälen, doch die Erinnerung machte ihr noch immer zu schaffen. Das Bild dieser Blondine hatte sich in ihr Hirn gebrannt. Diese makellosen Brüste, die sich nicht einmal bewegten und die großen grünen Augen, die sie abschätzig musterten.
„Ich glaube, deine Freundin ist wieder da, Darling.“
War das zu glauben? Als wäre diese Frau direkt von einem Porno, auf meinen Verlobten gesprungen. Keine Reue, keine Scham, Nichts. Außer vielleicht Verachtung.
Sie zog die Spritze mit einer neuen Kanüle auf und ging zu Anthony. Sie arbeitete seit mehr als zwei Jahren in dieser Anstalt und hatte inzwischen das Gefühl, dass es eine Art zweites Zuhause geworden war.  Jeder der Patienten schien in gewisser Weise wie ein nerviger Verwandter zu sein, der einem zwar die Nerven raubte, ohne den es aber einfach kein richtiges Familienfest war. Anthony war mit seinen 21 Jahren der jüngste Patient der ganzen Anstalt, bisher hatte niemand herausfinden können, woran genau er litt. Brain vermutete eine dissoziative Identitätsstörung oder multiple Persönlichkeitsstörung, bei der die Wahrnehmung eine ganz andere war, als die Realität. Die Patienten bilden zahlreiche unterschiedliche Persönlichkeiten aus, die abwechselnd die Kontrolle über ihr Verhalten übernehmen.
An das Handeln der jeweils „anderen“ Identitäten kann sich der Betroffene entweder nicht erinnern oder erlebt es als das Handeln einer fremden Person.
Morgan öffnete seine Zelle und sah ihn an. Wie jedes Mal machte ihr Herz eine kleine Pause, bevor sie auf ihn zuging. Anthony wusste oft nicht, wo er sich befand und verfiel zeitweise in die Verhaltensmuster eines Babys zurück.
Unter den Beruhigungsmitteln war er jedoch gut zu kontrollieren. Selten wurde er aggressiv, aber wenn, dann schlug er wie wild um sich, beschimpfte alle, die ihm unter die Augen kamen als gottlose Huren und erinnerte sich später an nichts.
Eigentlich war er ein netter Kerl, zumindest eine seiner Identitäten, der einfach nur bekloppt war.
Morgan seufzte tief, ihr Job im Saint Hollow war an so manchen Tagen unerträglich.
Wenn man sich die ganze Zeit zwischen Menschen aufhielt, die immer am Rande eines Abgrundes standen, konnte man sich selbst leicht bis zum Rand treiben.
Wieder eine Gemeinsamkeit mit meiner Familie.
Heute war Anthony ruhig, sodass er sich ohne Widerstand
das Beruhigungsmittel spritzen ließ.
Nachdem sie ihn sauber gemacht und ihm frische Kleidung angezogen hatte, ging sie zurück in den Pausenraum. Der Duft des frischen Kaffees hing in der Luft.
Die Nachtschichten waren meistens ruhig.
Die Patienten der Saint Hollow Klinik waren hoffnungslose Fälle, sie standen unter ständiger Kontrolle und medikamentösem Einfluss. Niemand von ihnen würde je wieder einen Fuß aus der Anstalt hinaus setzen.
Das Personal wusste schnell, wie es sich verhalten musste und, welche Medikamente die gewünschte Wirkung hatten. Im Zweifelsfall immer eine etwas höhere Dosis Beruhigungsmittel und schon konnte man sich wieder der Abrechnung oder der Inventur widmen.
So wurde es uns zumindest beigebracht. Die Patienten ruhigstellen und mit den anderen Dingen weitermachen …
Manchmal frage ich mich, ob ich die Einzige bin der  diese Menschen am Herzen liegen …
Die Anstalt war zwar recht klein, dafür aber die Sicherste in ganz England. Gerade mal 4 Flure mit jeweils 10 Zimmern, sodass es im  Moment nicht mehr als 35 Patienten waren.
Ab und an wurde ein Platz frei, wenn es einer der Patienten schaffte, sich das Leben zu nehmen.
Seltener waren die Nebenwirkungen von Medikamenten schuld, sie selbst hatte beides noch nicht oft erlebt und war froh darüber.
Morgan rieb die kalten Hände aneinander und betrachtete Karl. Er war einer der Pfleger und gerade sehr vertieft in ein Sportmagazin, während er auf dem fleckigen Sofa saß.
„Hast du denn nichts zu tun?“, fragte sie neckend und grinste. „Doch“, antwortete Karl und hob den Kaffee.
Sie lachte und zog den Kittel etwas enger um  ihren Körper. Es war kalt, der Herbst hatte sich über England gelegt und brachte nichts als Regen und Matsch.
Mit einer Tasse Kaffee machte sie sich auf den Weg zu Brains Büro. Dieser saß müde über den Patientenakten und lächelte
dankbar, als sie hereinkam.
„Dr. States, sie sehen aus, als würden sie gleich einschlafen.“
Er schüttelte den Kopf und lehnte sich zurück.
„Ich wünschte, ich könnte einschlafen“, murmelte er und nahm seine Lesebrille ab. „Hugh hat gerade angerufen, heute Nacht kommt ein neuer Patient.“
Morgan zog die Augenbrauen zusammen und setzte sich auf den viel zu unbequemen Stuhl vor dem Schreibtisch.
„Noch heute Nacht?“
Brain nickte und wischte sich über die Nase.
„Anscheinend ein gefährlicher Bursche, zumindest wollte Hugh Sicherheitsstufe 1 …“
„Wann soll er denn kommen?“
Brain sah auf seine Armbanduhr.
„Ich schätze in einer halben Stunde. Soweit ich weiß hat er Schlafmittel bekommen, also gehe ich davon aus, dass wir ihn ohne Mühe in eine der Zellen bekommen…“
„Soll ich den Aufwachraum vorbereiten?“
Brain schüttelte den Kopf.
„Sag Freddy und Karl Bescheid, die sollen sich darum kümmern…“
Wieder nickte sie und stand auf. Neue Patienten waren selten. In den Jahren, in denen sie nun hier arbeitete, hatte es nur 5 Neue gegeben und da war die Kapazität der Anstalt noch nicht aufgebraucht gewesen. Im Moment waren nur 2 Zellen frei, und nur eine davon hatte die Sicherheitsstufe 1.
Sie sagte den Jungs Bescheid und machte sich daran, ihren Rundgang zu beenden.
Alles war ruhig, so ruhig, dass sie sich fast wünschte, es würde etwas passieren. Das war der Nachteil bei den Nachtschichten, irgendwann wusste man einfach nicht mehr, was man noch machen sollte, um sich wach zu halten.
Sie fragte sich, ob Brain vielleicht noch etwas braucht.
Irgendwelche Medikamentenlisten oder Patientenakten.
Vielleicht sollte sie ihm auch die neusten Studienberichte vorbei bringen. Sie hatte gerade erst etwas darüber gelesen, dass die Farbe Gelb bei Gewaltopfern wahre Wunder bewirkt haben soll.
Sie schüttelte den Kopf, um sich selbst davon abzuhalten. Brain hatte andere Dinge zu tun und die Nachtschichten machen ihm auch so genug zu schaffen.
Ich kann ihm die Berichte auch noch an einem anderen Tag bringen …
In Gedanken versunken schlenderte sie über die sterilen Flure und steuerte dann auf den Aufwachraum zu. Ihre Armbanduhr zeigte ihr, dass die halbe Stunde fast vorbei war.
Vielleicht konnten die Jungs ja doch ihre Hilfe gebrauchen. Schon aus der Entfernung hörte sie das laute Stimmengewirr. Sie beschleunigte ihre Schritte, doch die Stimmen wurden lauter und verursachten ihr eine Gänsehaut, sodass sie anfing zu rennen.
Vor dem Aufwachraum hielt sie an. Das Quietschen ihrer Schuhe über den Boden war so laut, dass sie sich kurz schüttelte.
Sie konnte kaum etwas erkennen. Nur dass der neue Patient anscheinend wach und nicht gewillt war, sich von den Pflegern beruhigen zu lassen.
Scheiße, ich hasse es! Ich hätte mich nicht über die Langeweile beschweren dürfen. Das hab ich jetzt davon. Warum passieren solche Dinge immer in meiner Schicht?
Bevor sie in den Raum trat, nahm sie sich eine Fertigspritze aus ihrer Kitteltasche und umklammerte sie so fest, dass ihre Fingerknöchel hervortraten. Morgan hörte die Pfleger fluchen. Alles, was sie sah, war das undeutliche Bild eines sehr großen Mannes.
Sie umklammerte die Spritze noch etwas fester. Adrenalin schoss durch ihre Blutbahn und erschwerte ihr  das Denken.
Wie kann er zwei Pfleger in Schach halten, wenn er gerade erst ein starkes Beruhigungsmittel bekommen hat?
Ihr Atem ging schneller während sie versuchte sich einen Überblick über die Situation zu verschaffen.
Sie hörte Freddy schreien und einen dumpfen Aufprall.
Wenn der Patient raus will, muss er an mir vorbei, denn ich stehe genau in der Tür, die zum Flur führt. Komm schön her Großer, die Spritze wartet schon auf dich …
Unruhig verengte sie die Augen und schob die Schutzkappe von der Kanüle, sodass sie leise klirrend auf den Boden fiel. Dann sah sie ihn.
Ein Riese von einem Mann, seine Haare waren kurz geschoren, die Patientenkleidung hing in Fetzen an ihm herunter und seine Hände waren dick einbandagiert. Er erwiderte ihren Blick einen Moment, bevor er auf sie zusteuerte.
Scheiße! Ich habe etwas andres erwartet, einen Sedierten, nicht jemand der sich bewegt wie eine Raubkatze und groß genug ist, um mich mit einem Schlag durch den Raum zu fegen.
In ihren Ohren rauschte es plötzlich, wie bei einem Radio bei dem man keinen Sender finden konnte.
Er kam dichter, während sie noch immer nicht in der Lage war sich zu bewegen oder einen klaren Gedanken zu fassen. Die Art wie sein Blick sich durch ihren bohrte …
Karl tauchte in ihrem Blickfeld auf und rief etwas, aber sie verstand nicht was. Der Patient blieb kurz vor ihr stehen und starrte sie aus den fast schwarzen Augen an.
„Lass mich durch, Kleines.“
Ihr Mund öffnete sich leicht.
Wie hat er mich gerade genannt? Er stand so dicht vor ihr, dass sie ihn fast riechen konnte. Mechanisch rammte sie ihm die Spritze ins Bein, pumpte ihm das Mittel in den Körper und wich einen Schritt zurück.
Seine Augen weiteten sich für eine Sekunde.
Er sah einen Moment auf die Spritze, dann zog er sie heraus und warf sie auf den Boden.


...


Mittwoch, 27. März 2013

Wohngruppe für Essgestörte ( Lokalzeit Südwestfalen )









Jessica Reiter hat Bulimie und Magersucht, seit 10 Jahren. Mehrere Klinikaufenthalte haben nichts gebracht. Nur knapp entkam sie dem Tod. Jetzt hat die 22-Jährige ihren Lebenswillen neu entdeckt, in einer Wohngruppe für essgestörte Mädchen in Siegen.



Angst im Alltag ( Lokalzeit OWL )

Eine junge Frau aus Halle wurde von ihrem Ex-Freund angezündet und eine Bielefelderin von ihrem Lebenspartner mit über 3000 Anrufen terrorisiert. Extreme Stalking-Fälle sind leider keine Einzelfälle in OWL. 

Tim Neuhaus - Musiker aus Hagen ( Lokalzeit Dortmund )








Schlagzeug, Gitarre, Gesang - Tim Neuhaus ist als Vollblutmusiker vielseitig. Singer/Songwriter lautet die musikalische Schublade für seine Musik. Und damit liegt er zur Zeit voll im Trend. Heute lebt Tim Neuhaus in Berlin. Während seiner Deutschlandtour nahm er sich einen Tag Zeit für einen Besuch zuhause bei seinen Eltern in Hagen.