Samstag, 21. Februar 2015

Das Leben als Model - Meine Erfahrungen mit schrägen Fotografen - Teil 2

Inzwischen finde ich das Thema "schräge Fotografen" selbst irgendwie auch amüsant, auch wenn nicht alle Begegnungen ganz ohne waren...

Es gab da jedoch auch lustige und auch mitleiderregende Begegnungen mit einigen schrägen Typen, die sich Fotograf nannten.
Einmal hatte ich ein Shooting vereinbart mit einem Fotografen, der nach jungen Talenten suchte... in der Tat waren auf seiner Sedcard vorwiegend reifere Frauen zu sehen und ich dachte mir, dass man es durchaus probieren könnte mit ihm zu shooten.
Ich habe zu dem Shooting meinen Mann als Begleitperson mitgenommen, da dies im Studio innerhalb der Wohnung des Fotografen statt finden sollte.
Die Begrüßung des Fotografen war sehr herzlich, romantisch fast... Er hat in seiner Wohnung, bzw. dem Studio hier und da mal eine Kerze angezündet und mich und meinem Mann mit Sekt empfangen.
Er hat auch gleich gefragt ob er noch eine Pizza für mich in den Ofen schieben soll... ich lehnte es freundlich ab und sagte, dass ich nach dem Shooting gerne auf sein Angebot zurück komme. Schließlich sieht es nicht gerade vorteilhaft auf den Fotos aus, wenn eine frisch vertilgte Pizza den Bauch in den Vordergrund schiebt :-)

Wir haben ein kleines Smalltalk geführt und nach dem Glas Sekt machte ich mich für das Shooting bereit. Der Fotograf bot zwar noch ein Gläschen an aber ich lies es für später stehen.
Während ich mich fertig machte schenkte er sich selbst noch ein weiteres Glas ein und trank es.
Das Shooting verlief anfangs ganz normal, Standardposen und ein Fotograf, der sehr locker drauf war. Der Sekt hat bei ihm dafür gesorgt, dass er sehr mitteilungsbedürftig wurde und seine Lebensgeschichte mit allen Höhen und Tiefen wieder gab. Hin und wieder machte er eine neue Sektflasche auf und sorgte dafür, dass sein Sektglas nie leer wurde.
Mit der Zeit wurde er immer unkonzentrierter, seine Anweisungen wurden seltener und unklar. Seine Erzählungen wiederholten sich und die Bilder, die er immer wieder im Display der Kamera zeigte
waren nach und nach schlechter... Dann war es so weit, dass er nicht mehr richtig in der Lage war, außer im Sitzen zu fotografieren :-)
Wir haben dann das Shooting zum Ende kommen lassen und er bat mich noch an seinem PC die Bilder zu durchschauen...
An seinem PC sollte ich dann die Bilder auch zuschneiden und Kleinigkeiten bearbeiten während er sich die Sekt-Reste nachschenkte...
Er sprach von seinen gescheiterten Beziehungen und von Frauen, die mit ihm nur spielten und scharf auf seine Bilder waren.
Ich muss sagen, dass dieser "schräge" Fotograf mir echt Leid tat, man sah ganz deutlich, dass er seine Sorgen mit dem Alkohol ausblenden wollte und aus dem anfänglichen Gentleman und netten Mensch im Laufe des Abend ein Haufen Elend wurde.
Er gab einigen Dingen aus seinem Leben preis, die er im nüchternem Zustand nicht angesprochen hätte.
Die Qualität der Bilder nahm im Laufe des Abends und entsprechend der Menge des konsumierten Alkohols stets ab. Leider waren die Bilder nicht gut, so dass eigentlich das ganze Shooting eine verlorene Zeit war.
Nina Kempa

...über weitere werde ich in den nächsten Teilen berichten....


Liebe Grüße
Nina Kempa

PS: Über einen Besuch auf meiner Web-Site: http://www.nina-kempa.de oder auf Facebook: https://www.facebook.com/Fotomodel.Nina würde ich mich freuen.

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