Samstag, 8. August 2015

Wir pfeifen auf die Pfunde!



Wer kennt das nicht? Möchte man nicht manchmal auf die Pfunde pfeifen? Die appetitlich aussehenden Werbefotos verführen zum Schlemmen, der Magen knurrt, man kann nicht widerstehen. Jeden Morgen beginnt ein neuer Kampf um die Pfunde, die nicht verschwinden. Die Lösung, das Problem zu ignorieren und einfach dem Stoffwechsel zuzuschieben, könnte weiterhin die Gesundheit plagen. Auch die tollen Rezeptbücher in die Schubladen zu verbannen, stillt den Hunger nicht. Ich bin Autorin - Bücher gehören in greifbarer Nähe!

lch habe nach jahrelanger Hausmannskost einige „leichte“ Rezepte, also fettarme Kost, ausprobiert. Obwohl ich das Essen liebevoll und mit natürlicher Dekoration aus dem Kräutergarten angerichtet, das Gemüse herzlich als Farbkontrast auf die Teller drapiert habe, fehlte mir der Geschmackträger ..., Fett.
Also habe ich mir einen teuren Dampfgarer gekauft – herrje, wie sehr ich ihn anfangs gehasst habe. Es hat eine Weile gedauert, bis mein Gaumen sich dran gewöhnt hatte, mit der Zugabe von „ungesundem“ Fett und starken Gewürzen noch sparsamer als zuvor umgehen zu müssen. Ich bin keine Gesundheitsexpertin und glücklicherweise nicht krank und übergewichtig, aber lernfähig. Ich fing an, einige Grundnahrungsmittel erfolgreich selbst herzustellen, was mir großen Spaß bereitet. Mit der Zeit konnte ich auch den Geschmack von einzelnen Zutaten besser herausschmecken und fand Gefallen daran. 

Dennoch lösen bei mir „Diäten“, die strikt eingehalten werden sollen, Heißhungerattacken aus! Dann stürze ich mich am liebsten auf Sahnetorten, Fettgebratenem und Schokolade – und ärgere mich anschließend über meine unglaubliche Disziplin. Ich horchte in mich hinein und überlegte nach einer guten Lösung. Um die Attacken einigermaßen ausbremsen zu können, gab es nur eine Möglichkeit – ich muss mir das geliebte „Ungesunde“ zwischendurch in Maßen gönnen! 

Eines Tages war es mal wieder soweit. Das nächtliche, tobende Gewitter und die schwüle Hitze von über 30 Grad hatten mich nicht schlafen lassen. Ich träumte mit offenen Augen von zauberhaften Gerichten. Noch bevor die Sonne aufgegangen war, stand fest: Heute würde geschlemmt werden! So kam es dann auch: Mein selbstgemachtes Himbeereis war an diesem Tag 'unschlagbar' himmlisch und brachte erfrischende Abkühlung. Am Nachmittag besuchte ich eine private Gartenlesung, und ich gönnte mir den Mandarinen–Schmandkuchen, der in der Pause gereicht worden war. Am Abend verwandelte ich meine Küche in ein kleines Schlaraffenland und genoss die in Olivenöl gedünsteten Tomaten/Paprika mit ganz viel Schafskäse und Basilikum. 

Seit ich Nichtraucherin bin und der Stoffwechsel zur Ruhe gekommen ist, lebt es sich zwar gesünder, aber Sport ist nötiger als je zuvor. Ich muss gestehen, dass ich nicht mehr so schlemmen kann wie früher, um mein Gewicht halten zu können ­– aber ich kann versuchen, meine Nahrung umzustellen und auf meinen Körper hören - ihm nicht so viel von dem zu geben, was er nicht möchte und verarbeiten kann.

In diesem Sinne wünsche ich viel Spaß bei der Essenszubereitung und eine schöne, gesunde Zeit!

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